Project Description

Sri Lanka gehört neben Indien und China weltweit zu den Hauptproduzenten von Tee. Rund 300.000 Tonnen der getrockneten Blätter werden hier jedes Jahr produziert, das Gewicht der erntefrischen Blätter ist um ein vielfaches höher. Auch im 21. Jahrhundert wird Tee von Hand geerntet. Vielfach von Jugendlichen wie Rashmi, die für wenige Rupies Tag für Tag die kleinen Blätter von den Stauden zupfen.

Auch ihre Schwestern arbeiten als Teepflückerinnen in der kühlen Bergregion von Nuwara Eliya. „Ein harter Job“, sagt sie und zeigt mir ihre geschwollenen Hände, „aber ich brauche das Geld“. Nicht weit entfernt steht ihr Aufseher, ein düster dreinblickender Mann mit einem Stock in der Hand. Ich solle nicht so lange mit Rashmi reden, ruft er, das halte sie von der Arbeit ab.

Rashmi arbeitet gegen die Zeit. Und gegen die unendlichen Weiten der Teefelder, in denen es immer erntereife Pflanzen gibt. Der Aufseher gibt ein Quota vor, wer weniger erntet, bekommt weniger Geld. „Dennoch bleibt Zeit zum Lachen“, betont Rashmi. „Hin und wieder arbeite ich in der Nähe einer anderen Pflückerin, dann erzählen wir uns leise böse Witze über die Aufseher.“